Unser Anbau für junge Erwachsene ist eröffnet

Mit einem ebenso festlichen wie auch bunten Auftakt wurde am 16. April 2010 bei frühlingshaftem Sonnenschein im Hamburger Kinder-Hospiz Sternenbrücke der neue Anbau für junge Erwachsene offiziell eröffnet. Die 280 Gäste aus Politik und dem Gesundheitswesen sowie zahlreiche Spender, Unterstützer und Familien der Sternenbrücke wurden von der Vorsitzenden der Stiftung Kinder-Hospiz Sternenbrücke, Isabella Vértes-Schütter begrüßt: „Die Eröffnung des Jugendhospizes ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Stiftung, die sich mit ihren Projekten immer an den Bedürfnissen der betroffenen Familien orientiert.“

Senator Dietrich Wersich, Präses der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, hob in seiner Eröffnungsansprache auf das Engagement all derer ab, die die Arbeit im Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg-Rissen tragen: „Ich möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den vielen ehrenamtlichen Unterstützern der Sternenbrücke für ihre beispielgebende und unermüdliche Tätigkeit meine besondere Anerkennung aussprechen. Seit sieben Jahren begleiten sie Kinder und ihre Familien in schweren Zeiten. Sie machen eine Situation erträglicher, von der man als Außenstehender glaubt, dass sie gar nicht zu ertragen sein kann. Das Kinderhospiz war seinerzeit das erste in Norddeutschland. Mit der Eröffnung des Jugendhospizes wird hier wieder Pionierarbeit geleistet. Ich wünsche der Sternenbrücke daher von Herzen alles Gute und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin viel Geduld, Mut und Stärke, aber auch viel Freude bei ihrer Arbeit – zum Wohl der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien.“ Zwei mitreißende Lieder der MusicaldarstellerInnen Alex Avenell, Sabine Meyer und Norbert Böhmann waren die musikalischen Highlights.

Im Anschluss erläuterte Hospizleiterin Ute Nerge, warum das Kinder-Hospiz Sternenbrücke sein Angebot auch für junge Erwachsene öffnen möchte: „Sieben Jahre begleiten wir „unsere“ Familien schon hier in der Sternenbrücke. Den erkrankten Jugendlichen und ihren Angehörigen über ihr 18. Lebensjahr hinaus nicht mehr zur Seite stehen zu können, hat uns sehr nachdenklich gestimmt. Es fehlten uns bisher die räumlichen und personellen Möglichkeiten. Wir sind froh und dankbar, dass wir jetzt auch unheilbar erkrankte junge Menschen bis zum 27. Lebensjahr und ihre Familien begleiten und sie zur Entlastungspflege und am Ende ihres Lebensweges im Kinder-Hospiz Sternenbrücke aufnehmen und liebevoll pflegen und betreuen können.“ Darauf konnten dann Ute Nerge und die 280 Besucher mit einem sternenverzierten Regenbogencocktail freudig anstoßen.

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