Geschwister im Fokus
Rund um den Tag der Kinderhospizarbeit geben wir Geschwistern lebensverkürzend erkrankter Kinder bewusst Raum. Auf dieser Seite erfahren Sie, warum auch ihre Begleitung so wichtig ist und wie Sie die Geschwisterzeit in der Sternenbrücke unterstützen können.
Geschwister brauchen Aufmerksamkeit
Wenn ein junger Mensch lebensverkürzend erkrankt ist, verändert sich das Leben der ganzen Familie. Geschwister stellen ihre eigenen Bedürfnisse oft zurück. Sie funktionieren, sie nehmen Rücksicht, sie sind stark.
In der Sternenbrücke bekommen Geschwister Zeit und Raum nur für sich. Zeit, um durchzuatmen. Raum, um gesehen und gehört zu werden.
Was bedeutet Geschwisterzeit?
Geschwisterzeit heißt: für einen Moment nicht im Hintergrund, sondern im Mittelpunkt zu stehen. In begleiteten Angeboten durch unser pädagogisches Team können Geschwister:
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Ihre eigenen Wünsche äußern
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Unbeschwert spielen und lachen
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Gefühle zeigen, ohne viel erklären zu müssen
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Gemeinschaft mit anderen erleben
Geschwisterstimmen
Geschwister wissen selbst am besten, was sie bewegt. Ihre Worte geben Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen.
Wenn ich in der Sternenbrücke ankomme, fällt die ganze Last von mir ab.
Eine Woche nur für Amina
Vielleicht haben Sie Amina bereits in unseren Social-Media-Beiträgen gesehen. Ihre Woche in der Sternenbrücke steht stellvertretend für viele Geschwister, die bei uns Zeit nur für sich erleben dürfen. Keramik bemalen. Reiten. Neues ausprobieren.
Während ihrer Geschwisterzeit in der Sternenbrücke steht Amina im Mittelpunkt. Eine Woche voller Erlebnisse, Gespräche und kleiner Pausen vom Alltag.
Gemeinsam erleben
Bei unseren Geschwisterwochenenden verbringen junge Erwachsene Zeit miteinander, außerhalb des gewohnten Umfelds. Ob sie ihre Schwester oder ihren Bruder noch regelmäßig in der Sternenbrücke begleiten oder bereits Abschied nehmen mussten, es ist ein Angebot für alle. Ein geschützter Raum in einer Zeit, in der sich ohnehin viel verändert: Schulabschluss, Ausbildung, Studium, erste Liebe, Zukunftsfragen – und dazu die tiefe Verbindung zur eigenen Familie.
„Was bewegt mich? Wovor habe ich Angst? Was wünsche ich mir für die Zukunft?“ Kleine Fragen mit großem Gewicht. Mit Unterstützung unseres pädagogischen Teams wird geschrieben, gesprochen, geweint und auch viel gelacht. Sie erleben Gemeinschaft, Spaß und Entlastung und merken: Ich bin nicht allein mit meiner Situation.